Im Rahmen der zweiten Sitzung des Koordinierungskreises, am 25.09. wurde durch die Präsentation vom Publizisten Karl Gudauner in gewisser Weise an das erste Treffen angeknüpft, um auf die Anfrage einzugehen, was unter „Armut“ zu verstehen ist.
Eine Analyse der Datenlage zeigt, dass es für Südtirol keine umfassend aktuellen Daten gibt, die dem Netzwerk helfen könnten, eine kontextgerechte Definition zu formulieren. Es bleibt daher grundsätzlich die Frage offen, welche Kriterien zur Definition von Armut herangezogen werden sollten.
In diesem Zusammenhang ist hervorzuheben, dass das Amt für Senioren und Sozialsprengel eine Arbeitsgruppe eingerichtet hat, die an einer Reform der finanziellen Sozialhilfeleistungen arbeitet. Auch dort wurde das Thema der Armutsdefinition bei der letzten Sitzung aufgegriffen. Stefan Perini vom AFI (Arbeitsförderungsinstitut) war bei dieser Sitzung anwesend und wurde gebeten, ein Referenzbudget für Familien unterschiedlicher Haushaltsgrößen zu erstellen – zugeschnitten auf die Realität in Südtirol. Dabei handelt es sich um eine Aktualisierung einer Berechnung, die das AFI bereits im Jahr 2016 durchgeführt hatte. Das sogenannte „Bilancio tipo“ (Typisches Haushaltsbudget) soll im Wesentlichen aufzeigen, welche finanziellen Mittel notwendig sind, damit eine Familie in Südtirol ein „würdevolles Leben“ führen kann.
Im Rahmen der zweiten Sitzung des Koordinierungskreises wurde auch die Arbeitsgruppe „Jahresprogramm“ vorgestellt. Sie ist verantwortlich für die Ausarbeitung des Jahresprogramms sowie die Begleitung der Umsetzung im kommenden Jahr. Der Koordinierungskreis wurde außerdem in vier Arbeitsgruppen aufgeteilt, welche sich dann mit den Themen Prävention und Sensibilisierung in unterschiedlichen Zielgruppen befasst haben und gemeinsame Ziele für das kommende Biennium definiert.

Hier geht es weiter zur Präsentation sowie Protokoll des zweiten Treffens:
Präsentation 2.Treffen
Ergebnisprotokoll 2.Treffen